19. Juli 2024

18 Monate Haft wegen Schlägen des Sohnes.

Über Jahre hinweg soll ein 18-jähriger seine Mutter beleidigt, bedroht und körperlich angegriffen haben. Sogar seinen Hund soll er auf die 64-jährige Frau gehetzt haben. Auch seine Großmutter blieb nicht verschont, obwohl der junge Mann in diesem Fall freigesprochen wurde. Die Anklage, die der Staatsanwalt am Wiener Landesgericht präsentiert, umfasst fortgesetzte Gewalt, gefährliche Drohungen und versuchten Raub. Der Ankläger erklärt, dass all dies aus einem gewalttätigen Familienstreit resultiere.

Die Zeugenaussage der Mutter des Angeklagten liefert einen detaillierten Einblick in das zerrüttete Familienleben. Sie berichtet von finanziellen Forderungen ihres Sohnes und regelmäßigen Auseinandersetzungen, die bereits die auf den Plan gerufen haben. Der Angeklagte hingegen behauptet, sich lediglich gegen die Angriffe seiner Mutter verteidigt zu haben und bezeichnet ihre Vorwürfe als erfunden.

Trotzdem verurteilt das Gericht den jungen Mann zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe wegen der Gewalt gegen seine Mutter. Sein Verteidiger legt umgehend Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde ein. Die Vorwürfe bezüglich der Großmutter werden jedoch rechtskräftig fallengelassen, da sie sich weigerte, gegen ihren Enkel auszusagen.

Das Gericht und der Staatsanwalt halten die Darstellung des Angeklagten für wenig glaubwürdig. Die Situation in der Familie wird als äußerst belastend beschrieben, und es wird klar, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um weitere Gewalttaten zu verhindern.