23. April 2024

450 Euro sparen beim Anbieterwechsel

Seit knapp zwei Jahren klagen die Bewohner Wiens über die hohen Energierechnungen, aber es lohnt sich, die Preise zu vergleichen. Obwohl die internationalen Energiemärkte nach wie vor alles andere als stabil sind, sinken die Preise derzeit wieder etwas ab – allerdings sind wir immer noch weit entfernt vom Vorkrisenniveau. Und mit den niedrigeren Preisen kehren auch immer mehr Strom- und Gasanbieter auf den Markt zurück. „Der Wettbewerb kommt langsam wieder in Schwung“, sagt Wolfgang Urbantschitsch, Leiter der Energieregulierungsbehörde E-Control. Von dieser Entwicklung profitieren vor allem die Kunden, denn sie können sich über günstigere Preise freuen und in vielen Fällen sind auch die teuren „Krisen-Verträge“ ausgelaufen. Zudem wird Mitte des Jahres die Stromkostenbremse reduziert, was den Druck auf die Haushaltsfinanzen erhöhen und einen Anbieterwechsel attraktiver machen könnte. Haushalte sind mit dieser Situation nicht allein. Allein im Jahr 2023 wechselten 68.344 Wiener zu einem neuen Stromlieferanten, und 34.104 Kunden werden nun von einem neuen Gasanbieter versorgt. Es lohnt sich durchaus, den Anbieter zu wechseln, wie Untersuchungen der E-Control zeigen. Für den Preismonitor wurde das günstigste Angebot inklusive des einmaligen Wechselrabatts sowie das Einsparpotenzial beim Wechsel vom am häufigsten genutzten Produkt des lokalen Anbieters verglichen. Als Berechnungsgrundlage diente ein Durchschnittshaushalt in Österreich mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh Strom bzw. 15.000 kWh Gas. Ein Wiener Haushalt kann durch einen Anbieterwechsel schnell mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. Wenn der bisherige Vertrag zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt abgeschlossen wurde, ist sogar noch mehr Ersparnis möglich. „Ob in Krisenzeiten oder in ruhigen Zeiten, es stehen immer zwei Möglichkeiten zur Verfügung, um sich vor hohen Energiekosten zu schützen: Energiesparen und den Energieversorger wechseln“, sagt Alfons Haber, Vorstand der E-Control.