25. Juli 2024

82-Jährige als Opfer: Enkelin kennt keine Grenzen.

Im Landesgericht sitzen sich eine Großmutter und ihre Enkelin gegenüber. Die 26-Jährige wird beschuldigt, die Pensionistin ausgeraubt zu haben. Doch die Großmutter möchte ihre Enkelin vor noch schlimmerem bewahren und sagt im Prozess aus: „Sie ist in einer Negativspirale, die sich immer weiter dreht.“ Trotzdem reicht der Tatbestand für eine Verurteilung nicht aus.

Die 82-Jährige wartet geduldig auf ihre Aussage vor dem Verhandlungssaal. Es fällt ihr nicht leicht, gegen ihre eigene Enkelin auszusagen. „Das war eine Entscheidung, die ich treffen musste für meine Familie. Es ist schon schlimm genug, dass ich hier als Oma sitzen muss“, erklärt sie der Richterin. Die Großmutter hofft, dass ihre Aussage dazu beiträgt, dass sich die Situation ihrer Enkelin verbessert.

Der Vorfall ereignete sich Ende Februar, als die 26-Jährige die 82-Jährige im Pensionistenheim besuchte und 300 Euro von ihr forderte. Die betagte Frau hatte das Geld nicht und es kam zu einem Streit. Die Anklage besagt, dass die Enkelin gedroht und die Großmutter geschubst haben soll, bis diese sich bereit erklärte, mit ihr zu einem Bankomaten zu fahren.

Die Großmutter erzählt von früheren Vorfällen mit der Enkelin und ihrer schwierigen Situation. Die Familie musste bereits mehrmals die einschalten und die Enkelin hat bereits fünf Vorstrafen. Trotzdem wird sie nicht rechtskräftig freigesprochen, da der Tatbestand für einen Raub nicht ausreicht. Die Großmutter hofft, dass durch ihre Aussage eine Änderung herbeigeführt werden kann und sagt: „So kann es nicht weiter gehen.“