14. April 2024

Bibliotheken stoppen Verleih wegen Arsen-Alarm.

Nachdem kürzlich bekannt wurde, dass die Bibliothek der Universität Bielefeld aufgrund von Arsenverdacht Zehntausende Bücher für die Ausleihe gesperrt hat, ziehen nun auch Bibliotheken nach. Verdächtige Bücher werden einer Giftprüfung unterzogen, um mögliche Gesundheitsrisiken auszuschließen. Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) gab bekannt, dass vorerst keine Bücher mit grünem Buchschnitt aus dem 19. Jahrhundert verliehen werden, da sie zuvor auf Arsen getestet werden müssen.

Die ersten Untersuchungen an einer kleinen Anzahl von Büchern ergaben bisher keinen Hinweis auf Arsen. Dennoch werden Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die der Leser zu gewährleisten. Die Auswahl an Büchern mit grünem Buchschnitt ist begrenzt, was die Durchführung der Tests erleichtern sollte.

Auch in der Bibliothek der Universität werden derzeit Überprüfungen durchgeführt. Die Wienbibliothek im Rathaus plant, verdächtige Bücher zur Restaurierung zu übergeben und betont, dass viele Werke bereits digital verfügbar sind.

Die Büchereien Wien reagierten auf die Situation in Deutschland mit Humor und versicherten ihren Besuchern über soziale Medien, dass ihre Bücher höchstens Spuren von Kebap, Mannerschnitten und Chips enthalten, jedoch kein Arsen.

Arsen ist ein giftiges Element, das in der Natur vorkommt und unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen und Krebs führen kann. Im 19. Jahrhundert wurde Arsen bei der Herstellung von Büchern verwendet, was zu potenziellen Gesundheitsrisiken führen kann, wenn die Bände mit Grünschnitt berührt und die Finger zum Umblättern befeuchtet werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Staub auf den Büchern Arsen enthalten und eingeatmet werden könnte, oder dass Arsen durch Berührung der Bände in die Augen gelangen könnte. Vorsichtsmaßnahmen werden getroffen, um jegliche Gefahren für die Leser zu minimieren.