23. April 2024

Brandstifter im Gemeindebau: Angst und Wut

Im Gemeindebau am Simmeringer Muhrhoferweg herrscht Unruhe, nachdem sowohl vergangene Woche als auch in der Nacht auf Samstag Einbrüche und Brandstiftungen verübt wurden. Während einige Bewohner verzweifelt verkohlte Überreste aus ihren Kellerabteilen räumen, herrscht bei anderen Misstrauen gegenüber allen. Ein Lokalaugenschein der Zeitung „Krone“ zeigt, dass die Situation in dem Komplex mit knapp 1000 Wohnungen angespannt ist, obwohl der Tag von zahlreichen Spaziergängern in den grünen rund um den Bau genutzt wird.

Die Zündler schlugen in unmittelbarer Nähe zur zu, was die Bewohner umso mehr beunruhigt. Die Stiegen 14 und 16 zeigen deutliche Spuren der Zerstörung, mit herausgerissenen Kellerfenstern und angeschwärzten Fassaden. In der Nacht auf Samstag mussten zahlreiche Bewohner evakuiert werden, als ein Feuer in den Kellerräumen wütete. Die wiederholten Einsätze von Feuerwehr und Polizei sorgen für Unmut bei den Anwohnern, die bereits in der Vorwoche einen ähnlichen Vorfall erlebt hatten.

Die rüstige Pensionistin Erna, die von den Ereignissen betroffen ist, zeigt sich trotz des Dramas tapfer und führt die „Krone“ durch den verkohlten Keller. Die Angst vor weiteren Bränden sitzt tief bei den Bewohnern, insbesondere nachdem ein Kindergarten im Erdgeschoss des Brandhauses liegt. Die Sorge um die der Kinder verstärkt die Unsicherheit im Gebäude.

Die Situation bleibt weiterhin angespannt, da die Täter bisher nicht gefasst wurden. Die Bewohner fürchten das nächste Wochenende und erinnern sich an eine Brandserie in den 70er-Jahren, bei der ein Hausmeister die Feuer gelegt hatte. Trotzdem bleiben die Bewohner solidarisch und hoffen auf eine schnelle Lösung des Problems, um die Sicherheit im Gemeindebau wiederherzustellen.