21. Juli 2024

„Dopingverdacht nach Massenschlägerei: Ampulle gefunden“

Im Anschluss an die tumultartige Massenschlägerei im Boxring der Steffl Arena während des EM-Titelkampfes zwischen Mansur Elsaev und Carlos Lamela, kommt nun eine weitere Enthüllung ans Licht: Laut Informationen der Zeitung „Krone“ soll in Lamelas Umkleidekabine eine verdächtige Ampulle entdeckt worden sein. Die European Boxing Union (EBU) prüft nun mögliche Verstöße gegen die Anti-Doping-Richtlinien.

Ursprünglich war der Wiener Boxer Elsaev als Favorit in den Ring gestiegen. Doch der Kampf verlief anders als erwartet: Über elf Runden hinweg forderte der in Kuba geborene und in Spanien lebende Lamela den gebürtigen Tschetschenen heraus, bis er schließlich in der zwölften Runde den entscheidenden Knockout erzielte.

Der Jubel Lamelas nach dem Sieg sorgte für Aufsehen, als er seine Hände in die Höhe riss und neben dem schwer verletzten Elsaev jubelte, was im Boxsport als unsportlich gilt. Daraufhin soll Elsaevs Trainer Isaak Kosashvili dem Gewinner eine Ohrfeige verpasst haben, was zu einem Tumult im Ring führte.

Elsaev, der zuvor noch keinen Profikampf verloren hatte, erholt sich derzeit im Krankenhaus von einer Gehirnerschütterung sowie gebrochenen Hand und Nase. Bereits unmittelbar nach dem Kampf wurden Zweifel laut, wie es Lamela gelungen war, den als gehandelten Elsaev so zu dominieren.

Die Entdeckung der verdächtigen Ampulle in Lamelas Umkleidekabine sorgte für weitere Aufregung. Lamela wurde zu einer Dopingkontrolle gebeten, das Ergebnis steht jedoch noch aus. Manuel Traxler, Obmann der Golden Boy Show, bestätigte das laufende Dopingverfahren und betonte, dass die EBU das Ergebnis abwarten werde.

Die sozialen Netzwerke spekulierten bereits über mögliche illegale Substanzen im Spiel, jedoch gilt die Unschuldsvermutung. Dennoch zeigt sich auch das Bundeskriminalamt bereits interessiert an dem mutmaßlichen Dopingfall im Boxring.