18. April 2024

Drohung mit Interview-Abbruch: „Geht Sie nichts an“

Marlene Engelhorn, die bekannte deutsch-österreichische Sozialaktivistin, sorgt derzeit für Schlagzeilen aufgrund der Verteilung ihres Millionenerbes. In einem kürzlich geführten Zeitungsinterview zeigte sich die 31-jährige Engelhorn jedoch äußerst verschlossen in Bezug auf private Angelegenheiten und ihre Vergangenheit. So reagierte sie gereizt auf Fragen nach ihrer Kindheit und ließ verlauten, dass dies nicht relevant sei und sie nicht bereit sei, darüber zu sprechen.

Die Diskussion eskalierte, als sie gefragt wurde, ob ihr jemals ein Wunsch verwehrt wurde. Engelhorn wies darauf hin, dass solche Fragen irrelevant seien und sie lieber über strukturelle Probleme und die Verteilung von Vermögen in der Gesellschaft sprechen möchte. Sie betonte, dass der Fokus auf ihrer Person vom eigentlichen Thema ablenke und forderte stattdessen eine Diskussion über die Machtstrukturen bei der Vermögensverteilung.

Obwohl das Interview zeitweise auf der Kippe stand, berichtete Engelhorn schließlich von der unerwarteten Nachricht über ihr Millionenerbe, das sie per E-Mail von den Finanzberatern ihrer Familie erfuhr. Sie enthüllte, dass sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht mit einem solchen Erbe gerechnet hatte und dass der Umgang mit dem plötzlichen Reichtum eine Herausforderung darstelle.

Engelhorn, die angekündigt hatte, das geerbte Vermögen zu verschenken, gründete den sogenannten „Guten Rat“, ein Gremium aus 50 Personen, um über die Verwendung des Geldes zu entscheiden. Das Gremium, das ausgewählt wurde, um Österreichs Gesellschaft repräsentativ zu vertreten, wird bis Juni an sechs Wochenenden in Salzburg tagen, um einen Plan zur Vergabe des Geldes zu erarbeiten.

Die Initiative von Engelhorn hat großes Interesse in der Bevölkerung geweckt, und die ausgewählten Mitglieder des Gremiums erhalten für ihre Teilnahme an den Sitzungen eine Vergütung von 1200 Euro pro Wochenende. Zusätzlich hat Engelhorn drei Millionen Euro für die Organisation und weitere Kosten des Gremiums bereitgestellt.

Trotz des Medieninteresses betont Engelhorn, dass sie sich langfristig aus der Öffentlichkeit zurückziehen möchte, um nicht die Illusion zu haben, zu allem etwas sagen zu können. Sie stammt aus der Familie des Chemiekonzern-Gründers Friedrich Engelhorn, der bereits im 19. Jahrhundert mit dem Erlös seines Unternehmens bei C.F. Boehringer und Söhne einstieg, das später an Roche verkauft wurde.