19. Juli 2024

Falsche Klinik verhindert Behandlung bei Herzinfarktpatientin.

Eine Odyssee für eine Herzpatientin: Das von Frau B. hing am seidenen Faden, als sie vergangenen Samstag plötzlich von schweren Herzsymptomen überfallen wurde. Ihr besorgter Ehemann brachte sie umgehend in die nahe gelegene Klinik Donaustadt, wo sie sofort künstlich beatmet und auf die Intensivstation verlegt wurde. Doch die dringend benötigte Herz-Untersuchung konnte nicht durchgeführt werden, da das benötigte Gerät, ein sogenannter Coronarcontainer, an diesem Tag nicht verfügbar war.

Jedes Spital verfügt über einen Coronarcontainer, in dem Herzpatienten spezielle Untersuchungen unterzogen werden. Allerdings sind diese Container abwechselnd nur in zwei Spitälern in Betrieb, da sich die Behandlungen täglich zwischen den Krankenhäusern abwechseln. Aufgrund des fehlenden Geräts in der Donaustadt wurde die Patientin daher am selben Tag in die Klinik Landstraße verlegt. Doch auch dort wartete eine herbe Enttäuschung auf sie: Der Coronarcontainer war defekt, und die Frau konnte weiterhin nicht untersucht werden.

Der Gesundheitsverbund verteidigt sich damit, dass solche Spezialuntersuchungen nicht bei jedem Patienten zwingend erforderlich seien. Doch für Frau B. und ihren Ehemann ist das nur ein schwacher Trost. Während sie weiterhin auf ihre dringend benötigte Untersuchung wartet, hat ihr Ehemann bereits Beschwerde eingelegt, um sicherzustellen, dass solch ein Fiasko in Zukunft vermieden wird. Die Odyssee der Herzpatientin ist noch lange nicht zu Ende – und die Frage nach der Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit lebensrettender Geräte in den Spitälern bleibt weiterhin im Raum stehen.