24. Juli 2024

„Frauen sollen sich mehr zutrauen“

Frauen in Männerberufen sind nach wie vor eine Seltenheit, obwohl in diesen traditionellen Branchen derzeit bessere Aufstiegschancen und höhere Gehälter winken. Statistiken verdeutlichen, dass Frauen oft in Teilzeit arbeiten und in Branchen mit niedrigeren Durchschnittseinkommen tätig sind. Margarete Kriz-Zwittkovits, Vorstandsvorsitzende von Frau in der , ist jedoch davon überzeugt, dass Frauen in der Lage sind, auch in Männerdomänen erfolgreich zu sein. Dies betonte sie kürzlich bei einem Besuch auf einer Baustelle, die von Sigrid Kobierski, einer Baumeisterin und Chefin bei Hammerl Bau, geleitet wird. Kobierski, die das Unternehmen in dritter Generation führt, ist fest davon überzeugt, dass Frauen sich mehr zutrauen sollten, um in diesen männerdominierten Branchen Fuß zu fassen.

Die steigende Anzahl von Frauen, die Interesse an Karrieren in traditionell männlich geprägten Bereichen zeigen, ist ein vielversprechender Trend. Frauen bringen nicht nur technisches Know-how, sondern auch kreative und zwischenmenschliche Fähigkeiten ein, die zu innovativen Lösungen führen können. Die verstärkte Integration weiblicher Fachkräfte in den Baubereich bietet den Unternehmen verschiedene Vorteile, darunter die Bekämpfung des Fachkräftemangels und die Steigerung der Effizienz und Arbeitsergebnisse durch gemischte Teams.

Die Wirtschaftskammer verzeichnet seit dem Jahr 2001 einen Anstieg der Frauen in der Baubranche. Die Anzahl der weiblichen Unternehmerinnen hat sich mehr als verdoppelt und liegt derzeit bei 57. Diese positive Entwicklung spiegelt den wachsenden Trend von Frauen in Berufen in der Baubranche wider. Auch am Wiener Töchtertag am 25. April wird die wachsende Präsenz von Frauen in traditionellen Männerberufen hervorgehoben. Besonders erfreulich ist der Anstieg von Mädchen, die sich für eine Lehre in Bereichen wie Elektrotechnik, Maler/Beschichtungstechnik, Mechatronik und Bodenleger entscheiden. Diese Zahlen zeigen deutlich den positiven Wandel in traditionell männlich geprägten Branchen und Berufen.

Kriz-Zwittkovits betont die Vielfalt von Karrieremöglichkeiten und die Bedeutung des Töchtertags als Gelegenheit, Vorurteile abzubauen und die Vielfalt von Berufswegen aufzuzeigen. Es ist wichtig, dass Frauen sich ihrer Fähigkeiten bewusst sind und die Chance ergreifen, auch in vermeintlich typisch männlichen Berufen erfolgreich zu sein.