24. Juli 2024

Gaskonferenz verschoben wegen Eskalation im Vorjahr.

Die Europäische Gaskonferenz (EGC), die vom 26. bis 28. März in geplant war, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Organisatoren haben diese Entscheidung getroffen, da sie Protestaktionen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) befürchten, die sich ihrerseits für die Absage der Konferenz ausgesprochen haben. Laut den Organisatoren haben der Veranstaltungsort, die örtliche und Sicherheitsteams über geplante Aktivitäten von Protestgruppen informiert, die die der Teilnehmer gefährden könnten. Derzeit werden alternative Lösungen geprüft.

Greenpeace hat die Verschiebung der Konferenz als Vorwand bezeichnet und davor gewarnt, legitimierten Protest zu kriminalisieren. Die Umweltorganisation betrachtet den Schritt der Organisatoren als einen Erfolg der Klimabewegung und fordert die endgültige Absage der Konferenz. Ähnliche Ansichten wurden von Attac und dem Aktionsbündnis BlockGas geäußert, die betonen, dass Gaskonzerne und ihre Lobbyisten versuchen, dem demokratischen Klimaprotest auszuweichen.

Im vergangenen Jahr kam es in Wien zu einer Eskalation während eines Protestzugs, als Demonstranten versuchten, eine polizeiliche Sperrkette zu durchbrechen, um zum Tagungshotel Marriott am Parkring zu gelangen. Die Polizei reagierte mit dem Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken und nahm 165 Personen vorläufig fest. Im Februar dieses Jahres stellte die Staatsanwaltschaft Wien das Massenverfahren gegen alle beschuldigten Aktivisten ein.