23. April 2024

Gerichtsdrama: Missbrauchsopfer bricht unter Tränen zusammen.

Im Landesgericht herrschte ein regelrechter Anwalts-Massenauflauf im zweiten Stock des Grauen Hauses. Die zweite kontradiktorische Einvernahme im Serien-Missbrauchsfall sorgte für Aufsehen. Anna, deren Name geändert wurde, wurde von Weinkrämpfen geschüttelt und die Einvernahme musste abgebrochen werden. Der Saal 25 war gut gefüllt mit den Anwälten der mindestens 17 verdächtigen „Kinderzimmertäter“, die im Alter von 13 bis 18 Jahren zum Zeitpunkt der ihnen vorgeworfenen Taten waren.

Das unscheinbare Mädchen, das von den grausamen Taten berichtete, trug blaue Jeans und hatte brünette Haare. Sie hatte offenbar Unvorstellbares im Wiener Brennpunkt-Bezirk durchgemacht. Immer wieder missbraucht, gefilmt und erpresst von einer Multikulti-Bande zu weiteren sexuellen Handlungen. Die Einvernahme musste rasch abgebrochen werden, da die 13-Jährige von Weinkrämpfen geschüttelt wurde und immer wieder betonte, wie viel Angst sie hatte.

Für Annas größten Wunsch, weit weg von ans Meer zu reisen, wurden bereits mehr als 20.000 Euro an Spenden gesammelt. Die Schülerin sehnte sich nach einem einsamen Strand, an dem sie Sandburgen mit dicken Mauern um ihre zerstörte Seele bauen könnte. Eine Psychologin betreut das Mädchen intensiv, bis es Ende April zu einer dritten Einvernahme kommt.