24. Juli 2024

In Wien: Bande erpresste Mitschüler um Schutzgeld.

Ein weiterer Fall von Gewalt an einer Mittelschule hat seinen Weg vor das Wiener Landesgericht gefunden. Zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren stehen dort wegen eines Raubüberfalls vor Gericht und wurden in Untersuchungshaft genommen. Sie werden gemeinsam mit drei weiteren Jugendlichen angeklagt, die im Prozess schockierende Details über ihre Handlungen preisgeben.

Es stellt sich heraus, dass drei der Angeklagten monatelang ihre Mitschüler tyrannisiert haben. Ein 15-jähriger Klassenkamerad berichtet von einem erschreckenden Erlebnis, bei dem er regelmäßig Geld zahlen musste, um vor Schlägen geschützt zu werden. Ein anderer Schüler erzählt, wie er regelmäßig von den Angeklagten beleidigt und geschlagen wurde, fast jeden Tag.

Die Zeugen im Prozess berichten von einem Schulalltag, der von Gewalt geprägt war. Sogar Mädchen wurden Opfer der Bande und mussten Schutzgeld zahlen. Es wird deutlich, dass die Angeklagten den Prozess nicht ernst nehmen und sich währenddessen amüsieren.

Die Richterin konfrontiert die Angeklagten mit Fotos und Videos, die die Brutalität ihrer Taten dokumentieren. Es wird deutlich, dass die Lehrer während der Pausen oft nicht präsent waren und die Gewalttaten somit ungestraft blieben.

Besonders erschütternd ist der Fall des jüngsten Angeklagten, der als Flüchtling nach Österreich kam und erst kurz vor dem Raubüberfall strafmündig wurde. Er zeigt Reue und äußert den Wunsch, nach seiner Haftstrafe zurück zur Schule zu gehen.

Das Urteil des Gerichts steht noch aus, doch die schockierenden Enthüllungen über die Gewalttaten an der Mittelschule haben für Aufsehen gesorgt. Es bleibt zu hoffen, dass die Täter angemessen zur Verantwortung gezogen werden und die Opfer Unterstützung erhalten, um ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.