18. April 2024

Intimspray – Sauhaufen wild geordnet!

Vor vier Jahrzehnten eroberten die österreichisch-deutschen Intimspray mit ihrem einzigartigen Mix aus Neuer Deutscher Welle, Punk-Gestus und gesellschaftskritischen Texten den Mainstream. Nach einer langen Pause haben sich die ehrenwerten Herren wieder zusammengefunden und sind bereit, mit ihrem neuen Album „Die Butter“ erneut durchzustarten. In einem Gespräch sprechen sie über endlose Gier, Gemeinschaft und die Kunst, sowohl zu reifen als auch neugierig zu bleiben.

Es scheint heute kaum vorstellbar zu sein, dass eine Anarcho-New-Wave-Combo wie Intimspray einst in Jugendzeitschriften wie der „Bravo“ gefeiert wurde. Doch vor etwas mehr als 40 Jahren war dies durchaus normal. Das österreichisch-deutsche Kollektiv Intimspray veröffentlichte 1982 ihr selbstbetiteltes Debütalbum und eroberte vor allem den süddeutschen Markt im Sturm. Ihr gesellschaftskritisch-dadaistisches Werk wurde vom „Bayrischen Rundfunk“ als „Platte des Monats“ gefeiert, live überzeugten sie in Clubs in München, Hamburg, Zürich und . Die Band um den Frontmann Heinz D. Heisl aus Tirol war mit ihrem Mix aus Neuer Deutscher Welle, Reggae und Post-Punk äußerst populär und ließ für einige Monate alle Grenzen verschwimmen.

„Die Butter“ ist eine Mischung aus Gesellschaftskritik, Ironie und doppeldeutigen Lyrics, die nahtlos an das Debüt anknüpfen. Die neuen Songs bewegen sich zwischen Ska, Punk und Reggae und behandeln Themen wie Klimakatastrophen, Gier und soziale Ungleichheit. Getragen werden sie von Heisls scharfsinnigen Texten, die nach dreieinhalb Jahrzehnten Schriftsteller-Karriere eine neue Tiefe haben. Die Band arbeitet hart an ihren Kompositionen und verwirft oft ganze Songs, wenn der Text nicht passt.

Trotz des Alters und der Erfahrung der Bandmitglieder sprüht Intimspray vor Energie und Frische, die sich auch in ihrer Musik widerspiegelt. Sie sind motivierter denn je und wollen auch im Alter noch etwas bewegen. Die Band hat erkannt, dass sie einzigartig ist und sich neu gefunden hat. Die treue Fanbase und der Zuspruch aus der Szene motivieren sie, weiterzumachen und mit ihrer Musik neue Wege zu gehen.