21. Juli 2024

IS-Anhänger sieht Wien-Attentäter als Vorbild

Ähnlich wie der -Attentäter vom 2. November 2020, Kujtim F., postete ein 16-jähriger Jugendlicher kurz vor seinem geplanten Anschlag stolz ein Foto von sich. Doch im Gegensatz zu seinem Vorbild verließ ihn am der Mut, sein Vorhaben umzusetzen. Die Auswertung seines Handys enthüllt eine beunruhigende Radikalisierung.

Am 11. September 2023 stieg ein damals 16-jähriger IS-Anhänger mit einem Messer bewaffnet und einem Gilet, das einen Bombengürtel imitieren sollte, aus der U-Bahn am Wiener Hauptbahnhof aus. Doch in letzter Minute entschied er sich dagegen. In seinen Aussagen bei der gab er an, dass er Angst hatte, festgenommen zu werden und den Anschlag zu überleben, was ihm den Weg ins Paradies versperren würde. Dennoch hielt er seinen Anschlagsplan weiterhin für richtig.

Die Radikalisierung des Jugendlichen war tiefgreifend, wie Chat-Nachrichten und ein Bild von ihm mit einem Messer und dem gestreckten Zeigefinger, eine typische Geste des IS, kurz vor dem geplanten Anschlag zeigen. Dieser junge Mann betrachtete Kujtim F. als sein Vorbild. Zudem gibt es weitere Anzeichen für seine extremistische Gesinnung, wie das Versenden von Bildern mit dem IS-Logo auf einer Schultafel und das Suchen von Anleitungen zum Bau von Molotow-Cocktails.

Sein Anwalt versichert, dass der Jugendliche leicht zu beeinflussen und anfällig für negative Einflüsse ist. Es wird davon ausgegangen, dass das Deradikalisierungsprogramm in Haft bei ihm erfolgreich sein wird. Er wird sich vollumfänglich schuldig bekennen, falls es zu einem Prozess kommt, und im schlimmsten Fall drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und krimineller Organisation.