21. Juni 2024

Karner kündigt Kontrollen im Rotlichtmilieu an.

Nach den tragischen Morden an drei Prostituierten in kündigte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) Schwerpunktkontrollen im Rotlichtmilieu an. Bei einem Gewaltschutzgipfel in Wien betonte er die Bedeutung der im Bereich der Prävention und des repressiven Handelns.

Nach den erschütternden Ereignissen fand ein Arbeitsgespräch zu Tötungsdelikten an Frauen in Wien statt, an dem Vertreter aus Bund, Ländern, Behörden und Opferschutzeinrichtungen teilnahmen. In Anbetracht des „dramatischen Wochenendes“ mit mehreren getöteten Personen, darunter drei Sexarbeiterinnen, wurden gezielte Schwerpunktaktionen im Rotlichtbereich beauftragt. Eine nachhaltige Gewaltschutz-Strategie soll entwickelt werden, ohne konkrete Details oder Zeitrahmen zu nennen.

Die engere Vernetzung und Analyse einzelner Fälle sollen zukünftig intensiviert werden, um ein umfassendes Vorgehen gegen Gewalt an Frauen zu gewährleisten. Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) betonte die Notwendigkeit eines gemeinsamen Ansatzes und die Einbeziehung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie internationaler Strategien.

Im Zuge der Kriminaldienstreform sollen die Koordinatoren für Gewaltschutz in den Ländern künftig hauptamtlich tätig sein. Eine Analysestelle im Bundeskriminalamt befindet sich bereits im Aufbau, um die Effektivität der Maßnahmen zu verbessern. Die Aufstockung an spezialisierten Polizisten auf einen Personalstand von 1200 Präventionsbeamten österreichweit wird ebenfalls vorangetrieben.