15. April 2024

Läuse-Alarm in S-Bahnen: So schützen!

Ein besorgter Lokführer der Schnellbahnen hat Alarm geschlagen: Täglich müssen Garnituren wegen Läusebefall eingezogen werden. Die Frage, woher die Läuse kommen und wie man sich dagegen schützen kann, beschäftigt nicht nur die ÖBB, sondern auch die Leser der Zeitung „Krone“.

Ein anonymes Schreiben, das neben der „Krone“ auch dem Gesundheitsministerium und dem Wiener Arbeitsinspektorat zugespielt wurde, berichtet von einem erschreckenden Vorfall. Ein obdachloser Mann, der regelmäßig in einer S-Bahn der Stammstrecke -Floridsdorf schläft, wurde dabei beobachtet, wie er von Kopf bis Fuß von Läusen übersät war. Ein weiterer Obdachloser soll mit offenen Wunden die S-Bahn nutzen, was bei vielen Fahrgästen für großen Unmut und Ekel sorgt.

Die ÖBB bestätigt auf Anfrage der „Krone“, dass täglich zwei bis vier Garnituren wegen Läusebefall eingezogen und aufwendig entlaust werden. Dennoch betont das Unternehmen, dass hohe Hygienestandards eingehalten werden und betroffene Züge umgehend gereinigt und gesperrt werden.

Das Personal der ÖBB ist angewiesen, verdächtige Fahrgäste zu melden, um eine Verbreitung von Läusen zu verhindern. Doch es ist schwierig, alle Zustiege zu überwachen, insbesondere auf vollen Bahnsteigen.

Die Gesundheitsrisiken durch Läusebefall in den Garnituren sind nicht zu unterschätzen. Deshalb ist es wichtig, sich vor einer möglichen Übertragung zu schützen. Lange Haare sollten zusammengebunden werden, um direkten Haarkontakt zu vermeiden. Das Tragen einer Kopfbedeckung kann ebenfalls helfen, die Parasiten fernzuhalten. Regelmäßige Kontrollen der Haare mit einem Nissenkamm sind ebenfalls ratsam.

Sollte es dennoch zu einem Befall kommen, ist schnelles Handeln wichtig. Shampoo oder Lotion aus der Apotheke können helfen, die Läuse zu bekämpfen. Kleidung, Bettwäsche und Handtücher sollten bei 60 Grad gewaschen werden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

Für weitere Beratung und Entlausungen können sich Betroffene an das Hygienezentrum der Stadt (11., Rappachgasse 40) wenden. Dort stehen Experten zur Verfügung, um bei der Bekämpfung von Läusen zu helfen und die Gesundheit der Öffi-Fahrer und Fahrgäste zu schützen.