15. April 2024

Lieferzonen werden zu Strom-Ladezonen umgewandelt.

Hohe Parkplatznachfrage in städtischen Gebieten hat oft zu Konflikten geführt, besonders wenn es um Ladezonen geht. Diese sind für viele eine lästige Einschränkung, aber notwendig, um zu verhindern, dass Lieferfahrzeuge die Parkplätze dauerhaft blockieren. Doch jetzt gibt es eine innovative Lösung: Immer mehr Unternehmen setzen auf Elektrofahrzeuge, um ihre Lieferflotten umweltfreundlicher zu gestalten. Dadurch entsteht eine neue Möglichkeit, die Stehzeiten der Fahrzeuge sinnvoll zu nutzen.

Die Wirtschaftskammer hat zusammen mit Energie eine Initiative gestartet, um Ladestationen in Ladezonen zu implementieren. Seit einem Jahr wurden in drei Ladezonen Ladestationen installiert, an denen Lieferanten ihre Elektrofahrzeuge aufladen können. Doch nicht nur Unternehmen profitieren von dieser Maßnahme, auch Privatpersonen können die Ladestationen nutzen. Die Ladesäulen wurden so positioniert, dass auf der einen Seite gewerbliche Fahrzeuge und auf der anderen Seite private PKWs Strom tanken können.

Davor Sertic, Spartenobmann in der Wirtschaftskammer Wien, betont die Effizienzsteigerung, die durch die Nutzung der bestehenden Flächen erreicht wird. Das Projekt hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass es nun in großem Umfang umgesetzt werden soll. Savas Yildirim, Pionier der Ladezonen bei Stolex, ist begeistert von der Idee und ermutigt andere Unternehmen, ebenfalls Ladesäulen in ihren Ladezonen zu installieren. Die Zeit- und Kostenersparnis, die dadurch erzielt werden kann, sei enorm.

Das Projekt hat bereits großen Anklang gefunden und weitere Unternehmen werden gesucht, die sich an der Initiative beteiligen wollen. Die Zukunft der urbanen Mobilität könnte durch solche innovativen Maßnahmen nachhaltig verändert werden.