22. Juli 2024

„Park statt Ruine: Benkos Lamarr-Klotz abreißen“

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger der österreichischen Hauptstadt möchten auf der Mariahilfer Straße kein weiteres Kaufhaus sehen. Statt der unvollendeten Kaufhausruine der Signa-Gruppe wünschen sie sich mehr Grünflächen und in der Innenstadt. Die Zeitung „Kronen Zeitung“ hat daher zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen, um die Meinungen der Bevölkerung einzuholen.

Die Mariahilfer Straße bietet bereits eine Vielzahl von Geschäften, in denen man neue Schuhe, Hosen und Taschen kaufen kann. Angesichts dessen stellen sich immer mehr die Frage, ob ein weiteres Kaufhaus wirklich notwendig ist. Die Insolvenz der Signa-Gruppe und der Baustopp des geplanten Einkaufszentrums könnten möglicherweise eine Chance für die Stadt und ihre Bewohner darstellen.

Ein Leser aus dem Bezirk hat die Redaktion auf den Mangel an Grünflächen und Naturerlebnissen in der Innenstadt hingewiesen. Viele Wienerinnen und Wiener teilen diese Ansicht. Der Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky betont die Bedeutung von Grünflächen in dicht besiedelten Gebieten und verweist auf die Grünraumoffensive der Stadt Wien.

Der Bezirksvorsteher von Neubau, Markus Reiter, unterstützt die Idee, die Kaufhausruine abzureißen und stattdessen einen öffentlichen Grünbereich zu schaffen. Er betont die Notwendigkeit, den Grünanteil im Bezirk zu erhöhen. Trotzdem stehen die Gläubigerbanken und Immobilieninvestoren vor der Herausforderung, den höchsten Profit aus dem Grundstück zu erzielen.

Der Masseverwalter des Konkurses des Kaufhausprojekts, Clemens Richter, ist optimistisch, dass die „Lamarruine“ bald verkauft werden kann. Es gibt bereits mehrere Interessenten, die sich für den Rohbau interessieren. Richter betont, dass er den Verkauf schnellstmöglich und bestmöglich abschließen möchte, um auch den Anrainern und Bürgern von Wien entgegenzukommen. Die Stadt Wien überwacht weiterhin die der Baustelle, um mögliche Risiken zu minimieren.