21. Juli 2024

Post-Logistik beschleunigt: 250.000 Wiener Pakete täglich

Die Post hat in ein riesiges neues Logistikzentrum eröffnet, um mit der ständig wachsenden Anzahl von Paketen Schritt zu halten. Die Anlage in Inzersdorf verarbeitet bereits drei Pakete pro Sekunde und in Spitzenzeiten sogar sieben. Mit dem Vollbetrieb des neuen Logistikzentrums ist die Post nun bereit für die nächste Welle von Paketen, da die Paketmenge in Wien in den letzten zehn Jahren um das Dreifache angestiegen ist.

Die Dimensionen der Anlage sind beeindruckend: Auf 22.000 Quadratmetern arbeiten hochmoderne Technologie und 260 Mitarbeiter im Zwei-Schicht-Betrieb daran, täglich über eine Viertelmillion Pakete aus Wien zu verschicken oder zu Adressen zu liefern. Die Pakete werden bereits vorab in drei Größen- und Gewichtsklassen sortiert, was eine effiziente Abwicklung ermöglicht. Die Sortieranlage, eine Eigenentwicklung der Post, wurde sogar schon nach Dänemark verkauft.

Die Investition in das neue Logistikzentrum belief sich auf 70 Millionen Euro. Die Anlage wurde großzügig dimensioniert, um das stetige Wachstum der Paketmengen bewältigen zu können. Die Post setzt zudem auf , mit einer PV-Anlage auf dem Dach, einer Wärmepumpe zur Heizung und einem Grünraumkonzept für die Freiflächen. Post-Chef Georg Pölzl kündigte an, dass der Fuhrpark der Post in Wien bis 2025 auf E-Autos umgestellt werden soll, um die Öko-Bilanz zu verbessern.

Bei der Eröffnung des Logistikzentrums waren auch Bürgermeister Michael Ludwig und Dompfarrer Toni Faber anwesend, die beide eine Verbindung zur Post haben. Faber arbeitete früher bei der Post in und Ludwig war als Briefträger in Floridsdorf tätig. Der Bürgermeister erinnert sich an die Herausforderungen des Paketsortierens in der Großfeldsiedlung.

Heutzutage sind Kataloge nicht mehr notwendig für den Versandhandel, da der Online-Handel stetig wächst. Zwei Drittel der behandelten Pakete in Inzersdorf sind heute Online-Bestellungen an Privatadressen, während nur ein Drittel von Firmenadressen zu anderen Firmenadressen geht. Die Wienerinnen und Wiener versenden nur selten Pakete privat, wie die Post berichtet.