18. April 2024

Prater ist 251 Jahre zu spät dran.

Eine kuriose Namensänderung im größten Vergnügungspark Wiens sorgt für Verwirrung und Unverständnis. Aus diesem Grund verleihen wir dem den Titel „Kasperl der Woche“. Seit 1766 lockt der Prater mit seinem Motto „Spaß in “ Besucher aus aller Welt an. Doch zu Beginn der Sommersaison 2024 überraschte der Geschäftsführer Michael Prohaska mit einem ungewöhnlichen Vorhaben.

Unter dem Vorwand, modern und aufgeschlossen wirken zu wollen, plant Prohaska die Rückbenennung des „Volkspraters“ in den ursprünglichen Namen „Wurstelprater“. Die Namensänderung im Zuge der Weltausstellung 1873 soll damit rückgängig gemacht werden, da der Begriff „Volksprater“ angeblich veraltet sei. Doch die Tradition und des Vergnügungsparks als „Wurstelprater“ sind tief verwurzelt und bekannt.

Prohaska argumentiert, dass sich die Zeiten geändert haben und Wien heute für Vielfalt und Begegnung stehe. Als Repräsentant der Stadt setzt er sich persönlich für die Rückkehr zum alten Namen ein. Kritiker bemängeln jedoch, dass es wichtigere Probleme gibt, die Aufmerksamkeit verdienen.

Als Unterstützung für die Namensänderung wurde das neue Maskottchen „Prater Wurstel“ eingeführt, das die Praterfamilie bereichern soll. Eine lobenswerte Initiative, jedoch deutlich verspätet um ganze 151 Jahre. Der „Wurstelprater“ bleibt somit wohl weiterhin im Herzen der Besucher und als Symbol für Wiens Vergnügen bestehen.