23. April 2024

Protest in Wien: Lichtermeer zum Jahrestag der Invasion.

Bei einer Großkundgebung am Samstagabend in haben Ukrainer in Österreich gegen den russischen Angriffskrieg protestiert. Vor genau zwei Jahren fiel Wladimir Putin in ihr Land ein. Die Demonstranten wollten ein klares Signal senden – sowohl in die Ukraine als auch in verschiedene Teile Österreichs. Auch russische Bürger hielten zuvor eine Anti-Kriegs-Demonstration in Wien ab, an der etwa 250 Menschen teilnahmen.

Der ukrainische Botschafter in Wien, Wassyl Chymynez, betonte die Bedeutung des Zusammenhalts der ukrainischen Community in Österreich bei der Verteidigung ihres Landes. Die Teilnehmer der Kundgebung forderten Frieden und ein in Freiheit, während sie gleichzeitig Solidarität mit den Opfern des Krieges zeigten.

Politiker verschiedener Parteien, darunter Grüne, NEOS, ÖVP und SPÖ, sprachen vor dem Parlament und versicherten den Ukrainern ihre Unterstützung. Bundespräsident Alexander Van der Bellen sandte eine Grußbotschaft an die Ukraine und betonte die Solidarität der österreichischen Politik.

Die Demonstranten von „Russians against war“ in Wien machten deutlich, dass sie gegen die Entscheidungen der russischen Regierung protestierten und ihre Solidarität mit den Opfern des Krieges zum Ausdruck brachten. Einige Teilnehmer äußerten ihre Angst vor möglichen Repressalien gegen Verwandte in Russland, weshalb sie anonym bleiben wollten.

Die Kundgebung zeigte, dass auch außerhalb Russlands eine starke Opposition gegen Putins Politik existiert. Der russische Politologe Kirill Rogow bezeichnete die Demonstrationen als ein wichtiges Zeichen für Europa und betonte die Bedeutung des Zusammenhalts der russischen Gemeinschaft außerhalb Russlands.