21. Juli 2024

Schulstreit: FPÖ für Securities, NEOS für Geldstrafen.

In den letzten Monaten haben sich in Klassenzimmern besorgniserregende Vorfälle ereignet, die die und das Wohlbefinden der Schüler gefährden. Von Schülern, die Hinrichtungen nachspielen, über Lehrer, die Schleier beim Elternabend geschenkt bekommen, bis hin zu 13-Jährigen, die ihre Mitschüler mit einem Stanleymesser verletzen – die Liste der Zwischenfälle ist lang.

Angesichts dieser schockierenden Ereignisse fordert Maximilian Krauss von der FPÖ die Einführung von „Sicherheitsteams“ an Schulen. Diese Teams sollen präventiv abschreckend wirken und im Fall der Fälle eingreifen können, um gewalttätige Schüler zu stoppen. Krauss betont die Verantwortung des Bildungsstadtrats Christoph Wiederkehr und des Bürgermeisters Michael Ludwig, um diesen Zuständen Einhalt zu gebieten.

Bildungsstadtrat Wiederkehr hingegen sieht die Lösung nicht in Security-Personal vor den Schulen, da dies seiner Meinung nach Konflikte nicht verhindern würde. Stattdessen setzt er auf pädagogische Maßnahmen und zieht die Eltern in die Verantwortung. Insbesondere muslimische Väter, die nicht mit weiblichen Lehrpersonen sprechen, sollen seiner Meinung nach finanzielle Strafen zahlen.

Im vergangenen Schuljahr wurden 814 Schüler suspendiert, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Die Gründe reichen von körperlicher bis verbaler Gewalt. Mit dem Gewaltschutzpaket, das Ende 2023 beschlossen wurde, sollen nun auch „Timeout“-Optionen eingeführt werden, um auffälligen Schülern intensive Betreuung in eigenen Förderklassen zu bieten. Es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen dazu beitragen, die Sicherheit und das Lernumfeld an Wiener Schulen zu verbessern.