25. Juli 2024

„Sicherheitssprecher: Frau wieder sicher auf Eis“

Vor einem Jahr trafen wir den SPÖ-Sicherheitssprecher der Stadt am Keplerplatz, Christian Hursky, an dem damaligen Problemhotspot. Mittlerweile hat sich das Geschehen jedoch um eine U-Bahn-Station verlagert. Bei unserem erneuten Treffen am Reumannplatz vor dem Eissalon Tichy äußert sich Hursky positiv über die schöne Umgestaltung des Platzes, zeigt aber auch Besorgnis über die beinahe täglichen Messerattacken und Gewaltszenen, die sich dort abspielen.

Trotzdem hat sich die Situation deutlich verbessert, dank der Waffenverbotszone und der verstärkten Polizeipräsenz, die bereits spürbar sind. Doch auch wenn viele Polizisten in Zivil unterwegs sind, berichten Medien weiterhin über Vorfälle wie eine Messerattacke in einem nahegelegenen Park. Jeder Vorfall ist für Hursky einer zu viel, jedoch betont er auch die Notwendigkeit, dem Ganzen Zeit zu geben.

Der Vergleich mit dem Praterstern, wo eine Waffenverbotszone eingerichtet wurde, zeigt, dass solche Maßnahmen langfristig Erfolg haben können. Die Anwesenheit der am Reumannplatz wird von einer jungen Frau positiv wahrgenommen, doch Hursky macht deutlich, dass es einen großen Fachkräftebedarf gibt und nicht immer so viele Beamte vor Ort sein können.

Die Forderung nach mehr Polizeipräsenz in ist nicht neu, aber Hursky lobt Innenminister Gerhard Karner dafür, dass er die Probleme in ernst nimmt. Trotzdem bleibt die Frage, ob erst etwas passieren muss, damit reagiert wird. Hursky betont, dass die Polizeipräsenz dazu beigetragen hat, dass seine Frau sich wieder sicher fühlt und sich sogar wieder auf ein Eis am Reumannplatz traut.

Die Zunahme öffentlicher Gewalt, insbesondere von jungen Straftätern, erfordert laut Hursky härtere Maßnahmen, vor allem gegen die Eltern, die zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Trotzdem lehnt er eine Herabsetzung der Strafmündigkeit ab und plädiert dafür, keine Kinder hinter Gittern zu sehen.

Hursky verbringt den Sommer gerne zweimal pro Woche beim Tichy und ist generell viel in der Gegend unterwegs, da er als Lokalpolitiker glaubt, dass man präsent sein muss. Auf die Frage, ob er gerne in Favoriten lebt, antwortet er, dass er sich nichts Schöneres vorstellen könnte.