18. April 2024

SPÖ-Chef Babler nicht auf Landeslisten.

Die kommende Nationalratswahl wirft bereits ihre Schatten voraus, und es scheint sicher zu sein, dass SPÖ-Chef Andreas Babler die rote Bundesliste anführen wird. Allerdings wird er weder in noch in Niederösterreich auch auf der Landesliste zu finden sein. Im Gegensatz dazu hat zum Beispiel FPÖ-Chef Herbert Kickl bereits 2019 Niederösterreichs Landesliste angeführt. Frühere SPÖ-Chefs wie Werner Faymann, Christian Kern und Pamela Rendi-Wagner führten die Partei in den vergangenen Nationalratswahlen an, und das von der Bundeshauptstadt aus. Alle drei Vorgänger von Babler führten sowohl die Bundes- als auch die Landesliste an. Diese Ehre wird Babler wohl nicht zuteilwerden.

Die Wiener SPÖ wird von der zweiten Nationalratspräsidentin Doris Bures in die Nationalratswahl geführt, wie Bürgermeister Michael Ludwig kürzlich bekannt gab. Auch in Niederösterreich scheint Babler keinen Platz auf der Liste gefunden zu haben. Die SPÖ Niederösterreich hat ihre Landesliste bereits designiert, und Babler wird weder als Spitzenkandidat noch als Listenerster geführt. Stattdessen wird Rudi Silvan diese Rolle übernehmen. Das gemeinsame Ziel der Partei ist ein starkes Ergebnis bei der Wahl.

Obwohl Bablers Fehlen auf der Liste zunächst negativ erscheinen mag, könnte dies tatsächlich positive Auswirkungen auf die Partei haben. Derzeit ist die SPÖ Niederösterreich mit sieben Mandataren im Nationalrat vertreten. Wenn Babler auf der Landesliste stünde, könnte dies einem weiteren Abgeordneten das Mandat kosten. Es scheint unwahrscheinlich, dass der Traiskirchner Bürgermeister die Liste eines anderen Bundeslandes anführen wird.