25. Juli 2024

Stadt vergleicht Ramadan-Feste mit Ostereiersuche bis Mitternacht.

In einem Wohnhaus in der Eichenstraße 2C in sind die Bewohner seit Beginn des islamischen Fastenmonats vor etwa zwei Wochen einem nächtlichen Lärmproblem ausgesetzt. Jeden Abend nach Sonnenuntergang treffen sich muslimische Bewohner in ihren Wohnungen, um bis spät in die Nacht hinein zu feiern. Die Anwohner, darunter auch die 89-jährige Erna T., sind über die fortwährende Ruhestörung verärgert und haben sich beim Bezirksvorsteher beschwert.

Einige Tage nach der Beschwerde entdeckte Erna T. ein Infoblatt der Stadt im Stiegenhaus, das über den Ramadan und die damit verbundenen Bräuche informierte. Diese Informationsmaßnahme stieß bei ihr auf Unverständnis, da sie sich anstatt einer Aufklärung über den Ramadan eine Lösung für die nächtliche Ruhestörung gewünscht hätte. Das Büro Wiederkehr, das für das Infoblatt verantwortlich ist, verteidigte die Maßnahme und betonte die Vielfalt der Stadt Wien. Es sei wichtig, über die verschiedenen Kulturen und Bräuche aufzuklären, um Missverständnisse zu vermeiden.

Die Sprecherin des Büros Wiederkehr erklärte, dass die Infoblätter dazu beitragen sollen, dass große Treffen von Muslimen von manchen nicht als Bedrohung wahrgenommen werden. Sie betonte, dass Wien eine bunt gemischte Stadt sei und jede Kultur ihre eigenen Bräuche habe. Letztendlich sei es wichtig, Verständnis füreinander zu zeigen und die Vielfalt zu akzeptieren, ähnlich wie man auch Ostern feiere.