19. Juli 2024

Taxifahrer freigesprochen nach Diebstahl von Luxusuhren.

Über einen Zeitraum von mehreren Jahren sollen Taxifahrer gezielt betrunkene Fahrgäste vor Diskotheken ausgesucht haben, um sie zu bestehlen. Insbesondere hochpreisige Armbanduhren waren ihr Ziel. Am Donnerstag verkündete das Landesgericht einen Schuldspruch für den teilgeständigen Hauptangeklagten, der zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt wurde. Drei weitere Angeklagte wurden im Zweifel freigesprochen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Die Anklage lautete hauptsächlich auf gewerbsmäßigen schweren Diebstahl, wobei fast 20 Diebstahlsfakten im Schöffenprozess vorgebracht wurden. In zwei Fällen wurde dem Hauptangeklagten sogar Raub vorgeworfen, da den Opfern die Uhr gewaltsam vom Handgelenk gerissen wurde. Insgesamt wird ein Schaden von 350.000 Euro inkriminiert.

Ein weiterer Angeklagter war wegen Hehlerei angeklagt, da er für den Weiterverkauf einer gestohlenen Uhr gesorgt haben soll. Jedoch konnte kein Zusammenhang mit dem Haupttäter festgestellt werden. Die Opfer konnten sich teilweise aufgrund ihres betrunkenen Zustands nicht an die Taten erinnern und die Täter nicht eindeutig identifizieren.

Der Hauptangeklagte wurde wegen gewerbsmäßigen Diebstahls, versuchten Raubes, Urkundenfälschung und Geldwäsche schuldig gesprochen, jedoch nicht in allen Fällen. Die beiden mitangeklagten Taxifahrer wurden im Zweifel freigesprochen, da das Wiedererkennen der Täter nicht mit möglich war.

Als mildernd wurden der ordentliche Lebenswandel und das reumütige Geständnis des Hauptangeklagten berücksichtigt. Erschwerend waren die Vielzahl der Verbrechen, die Gewerbsmäßigkeit und der hohe Schaden. Die Taten waren von Anfang an geplant, und die Opfer fühlten sich im Taxi sicher, weshalb die Strafe von vier Jahren als angemessen erachtet wurde.

Der Hauptangeklagte bat um drei Tage Bedenkzeit, während die Staatsanwältin keine Erklärung abgab. Daher sind die Urteile noch nicht rechtskräftig und können angefochten werden.