22. Juli 2024

Teenager verurteilt: Anschlagsplanung am Bahnhof mit Messer.

Ein junger Mann hatte den Entschluss gefasst, einen terroristischen Anschlag am zu verüben. Trotzdem kam es in letzter Minute zu einem Sinneswandel, sodass er das Messer nicht zückte und stattdessen vors Landesgericht gebracht wurde. Während des kurzen Prozesses zeigte sich der damals 16-Jährige äußerst wortkarg. Das Urteil fiel jedoch milde aus: Der Terror-Teenie wird in einem Monat aus der Haft entlassen.

Ähnlich wie der Attentäter vom 2. November 2020, Kujtim F., hatte auch dieser 16-Jährige stolz ein Foto von sich mit einem Messer gepostet, bevor er am 11. September 2023 den Hauptbahnhof betreten wollte, um im Namen des IS Ungläubige anzugreifen. Die Staatsanwältin berichtete vor Gericht ausführlich über die Radikalisierung des Jugendlichen, der begann, den Islam zu praktizieren und sich im Internet zu radikalisieren.

Die Höhepunkt seiner Radikalisierung erreichte der Jugendliche, als er kurz vor dem geplanten Anschlag versuchte, eine Waffe zu kaufen, was jedoch scheiterte. Stattdessen rüstete er sich mit einem Messer und anderen Utensilien aus und begab sich zum Bahnhof. Zum Glück für die potenziellen Opfer zog er im letzten Moment zurück. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein, da der Angeklagte von seinem Vorhaben zurücktrat.

Der Verteidiger plädierte gegen eine lange Haftstrafe, da dies die radikale Gesinnung des Angeklagten nur verstärken würde. Der Jugendliche bekannte sich schuldig und gab an, durch ein Deradikalisierungsprogramm seine Meinung geändert zu haben. Das Gericht entschied schließlich auf eine teilbedingte Strafe von 24 Monaten, wovon er acht Monate im Gefängnis verbringen muss. Er wird zudem einer Einzeltherapie unterzogen und soll in eine sozial-pädagogische Wohngemeinschaft untergebracht werden.