19. Juli 2024

Tumulte vor Befragung von Opfer in Wien.

Vor Saal 25 im Landesgericht herrschte am Freitag große Aufregung, als die 13-jährige Anna (Name geändert) vernommen wurde. Schon zu Beginn kam es zu einem Eklat, als eine Mutter, unterstützt von zwei Beschuldigten, Medienvertreter lautstark aufforderte zu gehen, um die Sorge vor Fotos zu mindern.

Im Wartebereich vor dem Saal fanden sich immer mehr junge Burschen ein, gemeinsam mit ihren Eltern und Anwälten. Diese Teenager sind die Beschuldigten, denen vorgeworfen wird, eine damals Zwölfjährige in - sexuell missbraucht zu haben. Die „Kronen Zeitung“ hatte bereits ausführlich über diesen bedrückenden Fall berichtet.

Nach dem Zwischenfall wurden die zwölf Jugendlichen, gekleidet in Jeans, Sneakers und schwarzen Jacken, in den Saal gebeten. Sie nahmen auf der Angeklagtenbank Platz, während ihre Verteidiger hinter ihnen saßen. Die Eltern durften im Publikumsbereich Platz nehmen, während Geschwister, Tanten oder andere Zuhörer nicht zugelassen waren. Die Staatsanwaltschaft und eine Richterin waren ebenfalls anwesend, ebenso wie eine Psychologin, die dem Mädchen im Nebensaal zur Seite stand.

Die 13-jährige Anna wurde vom Gerichtssaal aus per Videoübertragung befragt, während sie von der Psychologin unterstützt wurde. Die emotionale Belastung für das Mädchen war extrem hoch, weshalb Pausen eingelegt werden mussten. Ihr Anwalt betonte, wie schwer es für sie sei, über die schrecklichen Vorfälle zu sprechen. Die Staatsanwaltschaft wird nach der Befragung entscheiden, ob und welche Anklage gegen die Täter erhoben wird.