21. Juli 2024

USA sanktionierten russischen Unternehmer in Wien – Elektronikexport

Ein in Österreich ansässiger russischer Unternehmer steht im Verdacht, US-amerikanische Sanktionen gegen Russland zu umgehen, indem er Mikroelektronik über Hongkong exportiert hat. Sergej M., der offiziell in als Transportberater und Schönheitsberater tätig ist, wurde von den USA sanktioniert. Die Sanktionen gegen ihn stehen im Zusammenhang mit der ebenfalls sanktionierten Hongkonger Firma IPM Limited, die laut dem Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums „hunderte Sendungen mit Mikroelektronik“ an die sanktionierte Technologiefirma Uniservice in St. Petersburg geliefert haben soll.

Die Geschäfte der Firma, die sich offiziell mit Transportberatung und Schönheitsberatung befasst, blühten im Jahr 2022 auf, wie aus den veröffentlichten Jahresbilanzen hervorgeht. Die geschäftlichen Aktivitäten intensivierten sich deutlich und relevante Indikatoren verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum um das Dreifache und mehr.

Die US-Sanktionen gegen Sergej M. wurden vom OFAC verhängt, während österreichische Behörden sich an entsprechenden EU-Verordnungen orientieren. Die für Sanktionsfragen zuständige Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) prüft alle Informationen, die auf mögliche Sanktionsumgehungen hindeuten, und leitet gegebenenfalls Ermittlungen ein. Es wird betont, dass es der österreichischen Behörde nicht möglich ist, personenbezogene Daten öffentlich zu kommunizieren oder zu kommentieren.