23. April 2024

Vater bestreitet Gewalttat: Baby tot geschüttelt

Der Vater eines Säuglings, der Anfang Februar in vermutlich an den Folgen eines Schütteltraumas gestorben ist, bestreitet jegliche Gewaltanwendung gegenüber seinen Kindern. Seine Verteidigerin, Astrid Wagner, betont seine Unschuld und erklärt, dass der Mann den Tod seines Sohnes nicht erklären kann. Die 26-jährige Mutter des Kindes, die ebenso in U-Haft sitzt, schweigt zu den Vorwürfen, ebenso wie ihre Verteidigerin Liane Hirschbrich.

Der tragische Vorfall ereignete sich, als die Mutter am 3. Februar mit dem Säugling ein Krankenhaus aufsuchte, da es zu einem medizinischen Notfall gekommen war. Der kleine Bub wies bereits zu diesem Zeitpunkt schwere Verletzungen auf, die letztendlich zu seinem Tod führten. Die genaue Todesursache ist noch Gegenstand der Ermittlungen, da das schriftliche Obduktionsgutachten noch aussteht.

Die Eltern des Säuglings befinden sich derzeit in Untersuchungshaft und werden beide wegen Mordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin gegen sie. Die zweieinhalbjährige Tochter des Paares lebt mittlerweile bei Krisenpflegeeltern.

Der nächste reguläre Haftprüfungstermin für die Eltern ist für Ende März angesetzt. Astrid Wagner betont weiterhin die Unschuld ihres Mandanten und führt an, dass er auch die Mutter nicht belastet. Die Verletzungen des Säuglings seien ein Rätsel für ihn, da er glaubt, dass sie möglicherweise im Spital während der Rettungsmaßnahmen aufgetreten sind.