21. Juli 2024

Vorbildliches Wien bei leistbarem Wohnen in EU.

In Europa herrscht ein weit verbreitetes Problem mit zu hohen Wohnkosten, das von Spitzenpolitikern in als dringendes Thema angesehen wird. Aktuell bereits 70 Prozent der Bevölkerung der Europäischen Union in Städten, und dieser Anteil steigt kontinuierlich an. Die Frage nach bezahlbarem Wohnraum wird daher immer drängender, da viele Menschen Schwierigkeiten haben, die steigenden Wohnkosten zu bewältigen. Dies betrifft längst nicht nur einkommensschwache Bevölkerungsschichten, sondern auch die Mitte der Gesellschaft. Besorgniserregend ist die Tatsache, dass in der EU über 220 Millionen Haushalte leben, von denen 82 Millionen Europäer sich das Wohnen nicht mehr leisten können.

Um Städte und Regionen stärker in die Diskussion einzubeziehen, hat Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Freitag einen europäischen Dialog im Rathaus initiiert. An der Veranstaltung nahmen auch Evelyn Regner, Vizepräsidentin des EU-Parlaments, und Oliver Röpke, Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, teil. EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit war per Videokonferenz aus Brüssel zugeschaltet. Gemeinsam wurde ein offener Brief an das Europäische Parlament, die Kommission und den Rat verfasst, in dem mehr Tempo bei der Bewältigung des Wohnungsproblems gefordert wird.

Der neue Ansatz „Wohnen für das Gemeinwohl“ wird in diesem Zusammenhang als Lösungsansatz für die europäische Wohnpolitik vorgeschlagen. Dies beinhaltet die Einrichtung eines jährlichen Gipfeltreffens und einer eigenen Expertengruppe in der EU-Kommission. Darüber hinaus soll Wien erneut als best-practice Beispiel für leistbares Wohnen dienen, da das Wiener Modell des sozialen Wohnens sowohl europaweit als auch international anerkannt ist. Tatsächlich leben in Wien bereits 60 Prozent der Bevölkerung in geförderten Wohnungen oder Gemeindewohnungen.