21. Juli 2024

Wien: Familienzuzug lange vernachlässigt

Der Familienzuzug nach stellt die Politik vor große Herausforderungen, die bereits seit vielen Jahren ignoriert wurden. Experten haben festgestellt, dass das Problem des Zuzugs von Migrantenfamilien, insbesondere aus Syrien, bereits vor der großen Flüchtlingswelle im Jahr 2015 bekannt war. Die Aufregung in der Politik ist groß, da Wien besonders stark von diesem Zuzug betroffen ist, mit monatlich 350 Kindern, die eine neue Heimat suchen.

Die Auswirkungen auf das Schulsystem sind enorm, da Migranten bei Pisa-Tests deutlich schlechter abschneiden. Dies betrifft sowohl die erste als auch die zweite Generation von Migranten, insbesondere jene Kinder, die zuhause nicht Deutsch als Muttersprache sprechen. Das Lehrpersonal steht vor großen Herausforderungen, um diesen Kindern eine angemessene zu ermöglichen.

Wien zieht aufgrund seiner besseren Grundversorgung viele Migranten und Asylwerber an, im Gegensatz zu anderen Bundesländern wie Tirol. Die Diskussion um eine mögliche Residenzpflicht, ähnlich wie in Dänemark, wurde durch den AMS-Chef Johannes Kopf angestoßen. Er schlägt vor, die Auszahlung der Mindestsicherung an das Bundesland zu koppeln, in dem der Asylantrag gestellt wurde, um den Drang nach Wien zu reduzieren.

Die zentrale Rolle der deutschen Sprache bei der Integration wird betont, da das Erlernen von Mathematik auf Syrisch nicht hilfreich ist. Wien fühlt sich vom Bund alleingelassen, während die türkis-grüne Regierung die Forderung nach Residenzpflicht ablehnt. Die Herausforderungen im Umgang mit dem Familienzuzug werden wohl auch in Zukunft bestehen bleiben, und es ist wichtig, dass die Politik endlich Maßnahmen ergreift, um diese zu bewältigen.