24. Juli 2024

Wien fordert: E-Mopeds nicht mehr auf Radweg!

In den vergangenen Monaten hat sich ein Problem in deutlich verschärft: Immer mehr kennzeichenlose E-Mopeds bevölkern die Radwege der Stadt. Diese voll motorisierten Fahrzeuge sind sperrig, schwer und oft viel zu schnell unterwegs. Sogar Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) sieht sich gezwungen zu handeln: Sie fordert energisch „E-Mopeds runter vom Radweg!“. Daher setzt sie sich für eine Reform der Fahrradverordnung auf Bundesebene ein, um diese Fahrzeuge von den Radwegen zu verbannen und so die für Radfahrer zu gewährleisten.

Eine erste Untersuchung des Verkehrswissenschaftlers Harald Frey von der TU Wien zu Geschwindigkeit und Verkehrssicherheit der E-Gefährte zeigt, dass E-Mopeds oft weit über den erlaubten 25 km/h unterwegs sind. Auf dem Rad-Highway in der Lassallestraße wurden bei 50 Prozent der E-Mopeds Geschwindigkeiten von mehr als 26 km/h und bei 15 Prozent sogar mehr als 34 km/h gemessen. Ein durchschnittliches E-Moped wiegt zudem zwischen 70 und 80 kg leer, hinzu kommt das Gewicht des Fahrers und eventuell zusätzliche Ladung.

Aktuell sind in Wien eine Vielzahl dieser E-Mopeds auf den Straßen unterwegs, viele davon auch auf den Radwegen. Dies soll sich jedoch laut Stadt nun ändern. Es wird nach klaren Regelungen auf Bundesebene wie in Deutschland gerufen. Sima plant, den Druck auf Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) zu erhöhen und das Thema bei der nächsten Landesverkehrsreferenten-Konferenz im Juni auf die Agenda zu setzen.