14. April 2024

Wiener Pensionist gefoltert, Brüche und Sepsis

Ein Pensionist wurde schwer verletzt auf der Straße gefunden, mit lebensbedrohlichen Verletzungen, die auf eine regelrechte Folter hindeuteten. Berichten zufolge musste er Katzenkot essen und wurde missbraucht. Ein Paar, das jede Schuld von sich wies, wurde jedoch vom Schöffensenat bereits zum zweiten Mal für schuldig befunden. Die Qualen, die der 64-Jährige am 26. Jänner 2020 erlitten hatte, waren unvorstellbar. Mit zahlreichen Brüchen an verschiedenen Körperstellen wurde er hilflos auf der Straße gefunden. Er erlitt so schwere Verletzungen, dass ein multiples Organversagen drohte und ihm der Mastdarm durchstoßen wurde.

Die Angeklagten, der Sohn einer engen Freundin des Opfers und dessen Lebensgefährtin, sollen den 64-Jährigen finanziell ausgenutzt haben, obwohl dieser schutzbedürftig war. Bei einer Aussprache in der der guten Freundin soll es dann zu den grausamen Folterungen gekommen sein. Die Staatsanwältin berichtete von brutaler Gewalt, Schlägen mit einem Schleifstein, Prügel und Tritten. Der Mann musste Katzenkot essen und Urin trinken, bevor er bewusstlos wurde und erst am nächsten Tag aus der Wohnung gelassen wurde.

Der erste Angeklagte wurde im vergangenen Juli zu sieben Jahren Haft verurteilt, seine Lebensgefährtin zu drei Jahren. Diese Urteile wurden jedoch aufgehoben, während der Prozess weitergeführt wurde. Die Rolle der Mutter des 44-Jährigen war entscheidend in diesem erneuten Verfahren, obwohl sie sich weigerte auszusagen. Obwohl die Angeklagten versuchten, die Schuld auf die enge Freundin des Opfers zu schieben, wurde der 44-Jährige erneut zu sieben Jahren Haft verurteilt. Die Lebensgefährtin erhielt eine Bewährungsstrafe von drei Monaten wegen dauernder Sachentziehung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.