25. Juli 2024

Wiener Ärztekammer empört über Hacker-Vorstoß.

Die Ankündigung des Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ), ein Wahlarztverbot für Spitalsärzte einzuführen, sorgt bei der Ärztekammer für heftige Kritik. Der Präsident Johannes Steinhart bezeichnet die Maßnahme als „reine Showpolitik auf Kosten der Wienerinnen und Wiener“. Er warnt davor, dass die Einschränkung der Berufsfreiheit dazu führen könnte, dass viele Ärzte die Spitäler verlassen.

Hacker verteidigt seinen Vorstoß und betont, dass Ärzte, die Teilzeit im öffentlichen Gesundheitssystem arbeiten, diesem System verpflichtet seien. Er möchte die Praxis beenden, dass Ärzte nur wenige Stunden im Spital arbeiten und den Rest in privaten Ordinationen verbringen.

Die Wiener Ärztekammer kritisiert die geplante Maßnahme als nicht nachvollziehbar und inakzeptabel. Sie befürchtet, dass die Patienten die Leidtragenden sein werden. Steinhart fordert Hacker auf, seine Entscheidung zu überdenken und stattdessen nach langfristigen Lösungen für das Gesundheitssystem zu suchen.

Auch die Wiener FPÖ äußert sich kritisch zu dem Vorstoß und bezeichnet ihn als populistisch. Der Gesundheitssprecher Wolfgang Seidl warnt davor, dass die Gesundheitsversorgung in durch das Wahlarztverbot gefährdet werden könnte. Er kritisiert, dass Hacker die Konsequenzen seiner Entscheidung nicht ausreichend bedacht habe.