15. April 2024

Wiener Terror-Paar bringt Kinder zu Oma in Türkei.

Am Montag wurden drei minderjährige Kinder eines Ehepaares in festgenommen, die unter Terrorverdacht stehen. Die Eltern gehörten angeblich einem internationalen Netzwerk der radikalislamistischen Gruppierung „Islamischer Staat Provinz Khorasan“ (ISPK) an und sollen in Anschlagspläne gegen den in Wien und den Kölner Dom involviert gewesen sein. Die Kinder wurden daraufhin in die Türkei überstellt, wie ihr Anwalt Andreas Schweitzer bekanntgab.

Die Kinder, im Alter von drei, fünf und sieben Jahren, wurden von der Kinder- und Jugendhilfe zunächst in einem Krisenzentrum untergebracht, nachdem ihre Eltern inhaftiert wurden. Später wurde entschieden, dass die Großmutter der Kinder in der Türkei vorläufig die Obsorge übernehmen soll. Der Anwalt der Eltern kritisierte die Überstellung der Kinder und behauptete, dass die Zustimmung der Mutter unter Druck zustande gekommen sei.

Die Behörde wies diese Vorwürfe zurück und betonte, dass es der ausdrückliche Wunsch der Mutter gewesen sei, die Kinder zu ihren Eltern zu bringen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Eltern wegen terroristischer Vereinigung und terroristischer Straftaten. Ein 30-jähriger Tadschike, der mit den Eltern in Verbindung steht, wurde in Deutschland festgenommen und nach Wien ausgeliefert.

Der 30-Jährige wurde dabei beobachtet, wie er den Stephansdom in Wien filmte und überwachte. Er wurde auch dabei erwischt, wie er den fotografierte, ein weiteres potenzielles Anschlagsziel. Seine Festnahme erfolgte aufgrund eines Europäischen Haftbefehls, der von der Staatsanwaltschaft Wien beantragt wurde.