22. Juli 2024

Wissenschaftler protestierten gegen Klimapolitik vor ÖVP-Zentrale.

Etwa 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben am Donnerstagmorgen vor der ÖVP-Parteizentrale in der Lichtenfelsgasse gegen die Klimapolitik der Bundesregierung protestiert. Die Gruppe, bekannt als Scientists For Future, kritisierte die Volkspartei scharf und bezeichnete sie als „klimaleugnende Bewegung“. In einer Rede vor Ort betonte Reinhard Steurer, Professor für Klimapolitik an der Universität für Bodenkultur (BOKU), dass die ÖVP die Klimakrise immer noch nicht ernst nehme. Er machte die ÖVP und die Wirtschaftskammer für die mangelnde Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen im Regierungsprogramm verantwortlich und warf ihnen vor, wichtige umweltpolitische Beschlüsse der EU zu sabotieren.

Die Scientists For Future forderten „Sachverstand statt Hausverstand“ und warfen Kanzler Karl Nehammer vor, mit seiner „Klimapolitik mit Hausverstand“ Scharlatanerie zu betreiben. Sie betonten die Notwendigkeit eines Wertewandels hin zu einem klimafreundlichen , insbesondere in den Bereichen Mobilität und Ernährung.

Die Gruppe kündigte an, Politikerinnen und Politikern vor den Nationalrats- und EU-Wahlen Fragen zur Klimatauglichkeit ihrer Wahlprogramme zu stellen, wobei auch andere Klimabewegungen beteiligt sein sollen. Die Antworten sollen veröffentlicht und wissenschaftlich bewertet werden.

Unter den Teilnehmern des Protests befanden sich prominente Persönlichkeiten wie Leonore Theurer, Richterin am Landesgericht für Zivilrechtssachen, und Willi Haas, stellvertretender Leiter des Instituts für Soziale Ökologie an der BOKU.