18. April 2024

AUVA-Chef unter Beschuss wegen Drohungen und Schnüffelei.

Der Betriebsrat des Lorenz-Böhler-Spitals in hat im Rahmen des Kampfes um die Zukunft der Einrichtung schwere Vorwürfe gegen den Generaldirektor der AUVA, Alexander Bernart, erhoben. In einem neuen Mail an Bernart wird das Vertrauen der Belegschaft in ihn als zerstört beschrieben. Der Betriebsrat listet eine Reihe fragwürdiger Aktionen von Bernart auf, die das Ansehen der AUVA über Jahre hinweg geschädigt haben sollen.

Die Kontroverse begann im Jahr 2019, als Bernart auf der Weihnachtsfeier des Spitals angekündigt haben soll, dass er das Spital bald an die Stadt abgeben wolle. Als diese Information an die Medien gelangte, folgten angeblich Drohungen seitens Bernart. Zudem soll er alle Mail-Konten der Mitarbeiter durchsucht haben, um den vermeintlichen „Maulwurf“ zu finden. Dies wurde später vom Bundesverwaltungsgericht als unrechtmäßig eingestuft.

Trotz des negativen Urteils wurde Bernarts Vertrag kurz vor Weihnachten verlängert, und Gesundheitsminister Johannes Rauch setzte seine Unterschrift darunter, obwohl das Ministerium erst Mitte Februar von dem Gerichtsurteil erfuhr. Die AUVA machte keine Stellungnahme zu den Vorwürfen des Betriebsrats. Der Fall zeigt die Spannungen innerhalb der Organisation und den Widerstand der Belegschaft gegen die Führungsspitze.