24. Juli 2024

Langeweile vor Gericht: Sprühexzess mit Feuerlöscher

Zwei junge Männer haben in einer Garage in mit einem Feuerlöscher herumgesprüht und werden nun vor Gericht gestellt. Für einen der Angeklagten ist dies jedoch das geringste Problem, da er vor fünf Tagen auch einen schweren Raub begangen haben soll und daraufhin festgenommen wurde. Als die beiden Burschen auf der Anklagebank Platz nehmen, ermahnt Richterin Rat in Wien sie bereits, nicht so zu grinsen. Es scheint, dass die Ernsthaftigkeit der Situation den 15-Jährigen nicht bewusst ist, obwohl einer von ihnen von einem Justizwachebeamten vorgeführt wird. Die Richterin zeigt sich verständnislos darüber, dass er trotz der vorherigen Verhaftung erneut straffällig geworden ist.

„Da haben Sie doch die Konsequenzen für dieses Verfahren schon gehabt? Wie kann man so unklug sein!“, fragt sich die Richterin. In dem aktuellen Prozess wird den beiden vorgeworfen, im Dezember wahllos mit einem Feuerlöscher in einer Garage herumgesprüht zu haben, was schwere Sachschäden verursachte. Laut ihren Betreuerinnen aus einer Wohngemeinschaft im 15. Gemeindebezirk haben die beiden den entstandenen Schaden bereits aus ihrem Taschengeld beglichen.

„Wir wollten einfach nur Unsinn anstellen. Jetzt habe ich begriffen, dass das keine gute Idee war“, gibt sich der schweigsame Mittelschüler und mutmaßliche Räuber knapp zu den Vorwürfen. Der mitalngeklagte Schulabbrecher erklärt: „Es war eine dumme Tat. Uns war einfach langweilig.“ Er kommt ohne Strafe davon. Der andere Angeklagte wird zu einem Monat auf Bewährung verurteilt, da die Richterin betont, dass dieser Prozess nicht sein Hauptproblem sei.