15. April 2024

Pensionistin auf Weg zum Fundamt ausgeraubt.

Eine 77-jährige Wienerin wurde gleich zweimal innerhalb kürzester Zeit zum Raubopfer. Zuerst wurde ihr im Supermarkt die Geldbörse gestohlen, die später ausgeräumt im Fundamt wieder auftauchte. Auf dem Weg dorthin wurde sie jedoch brutal überfallen und landete schließlich im Krankenhaus. Die Pensionistin, deren subjektives Sicherheitsgefühl dramatisch gelitten hat, berichtet: „Bislang habe ich keine Angst gekannt, aber jetzt habe ich Angst.“

Gerlinde K. (Name geändert) war an diesem Tag aus gesundheitlichen Gründen mit einem 24-Stunden-EKG unterwegs, als sie bemerkte, dass ihre Geldbörse verschwunden war. Nachdem sie erfolglos versucht hatte, sie im Supermarkt wiederzufinden, erhielt sie Ende Februar einen Brief vom Fundamt, in dem stand, dass die Geldbörse gefunden wurde. So machte sie sich auf den Weg, um sie abzuholen. Doch auf dem Weg zum Amt wurde sie Opfer eines Raubüberfalls.

Die 77-Jährige erzählt, wie der Täter ihre Handtasche gewaltsam entriss, während sie sich verzweifelt festklammerte. Letztendlich stürzte sie zu Boden und erlitt schwere Verletzungen an der Schulter. Passanten eilten ihr zur Hilfe, Rettung und wurden gerufen. Der Täter hatte durch die gestohlene Tasche Zugang zu ihren Schlüsseln und Adresse. Die Pensionistin war traumatisiert und leidete unter starken Schmerzen.

Die finanzielle Bilanz des Vorfalls war ebenfalls schwerwiegend: Die gestohlene Geldbörse enthielt rund 150 Euro, die geraubte Handtasche etwa das Doppelte. Hinzu kamen Kosten für einen Schlüsseldienst und ein neues Schloss in Höhe von 655 Euro. Die Wienerin, die zuvor keine Angst kannte, ist nun gezeichnet von den Ereignissen und kämpft mit den Folgen des zweifachen Überfalls.