15. April 2024

Obertauern Lawine: Keine vermisste Person bestätigt

Eine groß angelegte Suchaktion in der Obertauern Region in Salzburg, die durch eine Lawine nahe der Seekarspitze ausgelöst wurde, wurde am Sonntagnachmittag abgebrochen. Der Vorfall ereignete sich gegen 12:30 Uhr an den südlichen Hängen des 2.217 Meter hohen Seekarecks und löste eine sofortige Reaktion der Rettungsteams aus.

Laut ersten Zeugenaussagen betraten vier Variantenfahrer den lawinengefährdeten Bereich in der Obertauern Region, aber nur zwei konnten den Kegel sicher verlassen. Bedenken wurden geäußert, was zu einer umfassenden Suchaktion führte, an der 22 Bergretter aus Obertauern und Radstadt, drei Lawinenhundeteams und drei Hubschrauberteams der Alpinpolizei beteiligt waren.

Ein schneller Einsatz sah einen Teil des Teams mit Lawinenhunden in den Lawinenkegel in etwa 1900 Metern Höhe geflogen werden. Hubschrauber kreisten über ihnen und setzten spezialisierte Scantechniken ein, um Signale von möglichen Verschütteten zu erkennen. Zusätzlich wurde ein Bereich mit Stöcken sorgfältig abgesucht, um Anzeichen der vermissten Personen zu finden.

Das schwierige Gelände erschwerte die Suche, da der Lawinenkegel etwa 150 Meter lang war und einen Abbruchrand von etwa 90 Zentimetern aufwies. Die Anwesenheit zahlreicher Skispuren im Bereich des Lawinenausgangs erhöhte die Komplexität der Operation zusätzlich. Der Ort, der bei Tourengehern beliebt ist, stellte zusätzliche Schwierigkeiten für die Rettungskräfte dar.

Bergrettungssprecherin Maria Riedler beschrieb die Situation während der ersten Phasen der Operation als „sehr unklar“. Die Unsicherheit wurde durch die herausfordernde Topografie noch verstärkt, aber die Rettungsteams setzten ihre Anstrengungen fort, um die vermissten Personen zu finden.

Trotz der Intensität der Suche gab es keine Bestätigung über vermisste Personen. Riedler merkte an, dass eine Vermisstenanzeige erstattet worden war, aber sie führte letztendlich zu keinen Ergebnissen. „Daher wurde die Operation gegen 15 Uhr abgebrochen“, erklärte Einsatzleiter Michael Koch in einer Pressemitteilung.

Die Entscheidung, die Suche abzuschließen, wurde nach sorgfältiger Abwägung des Mangels an konkreten Beweisen und dem Fehlen von verschütteten Personen getroffen. Die der Rettungsteams und das schwindende Tageslicht spielten eine entscheidende Rolle im Entscheidungsprozess.

Der Lawinenvorfall an der Seekarspitze dient als deutliche Erinnerung an die unberechenbare Natur von Berglandschaften und betont die Bedeutung von Vorsicht und Vorbereitung, insbesondere an beliebten Tourengebieten. Obwohl die unmittelbare Krise ohne weitere Vorfälle beendet ist, bleiben die Behörden wachsam und fordern Outdoor-Enthusiasten auf, Sicherheit an oberste Stelle zu setzen und sich an Richtlinien zu halten, wenn sie sich in alpinen Umgebungen bewegen.

Als die Sonne über der Seekarspitze unterging, endete die Suchaktion und ließ Rettungskräfte und Einheimische in der atemberaubenden Landschaft Salzburgs auf eine weiterhin sichere Wintersaison hoffen.