23. April 2024

Startschuss für Mega-Kanal unter dem Wienfluss

Eine gewaltige Tunnelbohrmaschine gräbt sich von jetzt bis 2027 unbemerkt durch halb und wird die Stadt nachhaltig verändern. Der neue Wiental-Kanal, eine technische Meisterleistung, macht die Pläne zur Umgestaltung des Wienflusses zu einem Erholungsgebiet erstmals realistisch. Der Startschuss für dieses ehrgeizige Bauprojekt fällt Anfang März 2024 auf der „Stadtwildnis“ bei der U4-Station Margaretengürtel.

Der neun Kilometer lange Kanal mit einem Innendurchmesser von drei Metern erstreckt sich von Aufhof bis nach und soll den Wienfluss von seiner Funktion als Hochwasser-Reserve befreien. Bisher musste der Fluss nach starken Niederschlägen geflutet werden, um das Kanalnetz nicht zu überlasten. Der neue Kanal eröffnet Möglichkeiten zur Neugestaltung des Wienflussbetts und die Schaffung eines neuen Naherholungsgebiets wird bereits angestrebt.

Die Tunnelbohrmaschine, 135 Meter lang und von 15 Arbeitern bedient, wird sich von Margareten bis Auhof vorarbeiten, um dann ostwärts bis zum Café Rüdigerhof zu gelangen. Die Durchführung des Projekts bleibt trotz jahrelanger Planung eine technische Herausforderung, besonders an Stellen, an denen die geplante Trasse zwischen den U-Bahn-Tunnels hindurchführt.

Die Errichtung der neuen Anschlussstellen erfordert Bauarbeiten an 43 Standorten, die mehrere Wochen bis Monate dauern. Die Bevölkerung wird um Geduld und Verständnis während der Bauphase gebeten. Mit dem Wiental-Kanal macht sich die Kanalisation ein Geburtstagsgeschenk, denn seit 100 Jahren befindet sie sich vollständig in städtischer Hand. Die Stadt hat das Kanalnetz kontinuierlich erweitert und den Qualitätsstandard verbessert, sodass heute 99,8 Prozent aller Haushalte an die Kanalisation angeschlossen sind.