23. April 2024

Russen überfluten Wahllokale in Salzburg und Wien.

Vor dem russischen Konsulat in der Stadt Salzburg bildete sich eine Schlange von beeindruckenden 500 Metern Länge. Der Anlass für dieses außergewöhnliche Gedränge waren die Exil-Russen, die unbedingt an der Wahl ihres Präsidenten teilnehmen wollten. Stundenlang mussten die Wartenden ausharren, bevor sie endlich ihre Stimme abgeben konnten. Auch in war der Andrang enorm, Hunderte Menschen drängten sich vor den Wahllokalen.

Die Auslandsrussen zeigten am Sonntag eine bewundernswerte Geduld, als sie stundenlang vor den Konsulaten in Salzburg und Wien warteten, um ihre Stimme abzugeben. In Salzburg standen Tausende von ihnen geduldig in der Bürglsteinstraße Schlange, während in Wien gegen Mittag etwa 1300 Menschen vor der russischen Botschaft auf ihre Wahlmöglichkeit warteten. Insgesamt rund 33.000 Russen in Österreich, von denen nur wenige die Möglichkeit haben, an den russischen Wahlen teilzunehmen.

Auch aus Deutschland kamen zahlreiche Russen nach Salzburg, um an der Wahl teilzunehmen, da einige Konsulate, wie zum Beispiel in München, geschlossen waren. In Wien machte sich ebenfalls Protest bemerkbar, als eine lange Schlange vor der russischen Botschaft im dritten Bezirk entstand. Die Wahlbeteiligung war hoch, und viele junge Menschen waren bereit, geduldig auf ihre Stimmabgabe zu warten.

Die Wahl selbst brachte keine Überraschung, da nur der aktuelle Präsident Wladimir Putin und drei weitere treue Kandidaten zur Auswahl standen. Kritiker der Regierung und Gegner des Ukraine-Krieges wurden von der Wahl ausgeschlossen. In Russland selbst kam es am Wochenende zu Protesten gegen Putins Herrschaft, bei denen sich ebenfalls lange Warteschlangen vor den Wahllokalen bildeten. Anhänger des verstorbenen Oppositionellen Alexej Nawalny riefen dazu auf, wählen zu gehen und damit ein stilles Protestzeichen zu setzen. Es kam zu rund 50 Festnahmen, wie das Bürgerrechtsportal OVD-Info berichtete.