18. April 2024

Verdächtiger gesteht Dreifachmord in Wiener Erotikstudio.

Der Verdächtige im Fall der drei getöteten Prostituierten in einem Erotikstudio in - hat nach seiner Vernehmung am Samstagnachmittag laut ersten Angaben ein grundsätzliches Geständnis abgelegt, wie die Ermittler am Sonntag mitteilten. Der mutmaßliche Täter, ein afghanischer Asylwerber, wurde nach der Messerattacke festgenommen, bei der drei Frauen im Etablissement niedergestochen wurden und nur noch der Tod festgestellt werden konnte.

Bei den Opfern handelt es sich höchstwahrscheinlich um chinesische Staatsbürgerinnen, wobei die Betreiberin des Studios unter den Toten sein könnte. Der 27-jährige Verdächtige soll das für die Tat verwendete Messer eigens für den Angriff angeschafft haben, was auf eine geplante Tat hindeutet. Bisherigen Einvernahmen zufolge gibt es keine Hinweise auf eine Beziehung zwischen dem Täter und den Opfern.

Die Ermittler schließen eine Beeinträchtigung des Tatverdächtigen durch Drogen oder Alkohol zum Tatzeitpunkt aus. Die Attacke dauerte offenbar weniger als zehn Minuten und der Verdächtige soll am Sonntagabend in eine Justizanstalt überstellt werden. Die Einvernahmen wurden mit Hilfe einer Dolmetscherin fortgesetzt.

Die Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) zeigte sich „zutiefst erschüttert“ über die Morde und betonte die Notwendigkeit, Gewaltpräventionsmaßnahmen zu stärken. Trotz des gut ausgebautes Gewaltschutzsystems könne nicht jeder einzelne Gewaltfall verhindert werden. Raab rief dazu auf, die Sicherheitssysteme präventiv zu aktivieren und Gewalt bereits im Vorfeld zu stoppen.

Die Obduktionen der Opfer sind für Sonntag angesetzt, während die Ermittlungen zur Klärung des Tatmotivs und der Hintergründe der verheerenden Messerattacke weitergehen. Raab betonte die Verfügbarkeit von Unterstützungsangeboten für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen, darunter Notrufnummern, Frauen-Helpline, Frauenhäuser und Gewaltschutzzentren.