18. April 2024

Russen stürmen Wahllokale in Salzburg und Wien.

Vor dem russischen Konsulat in Salzburg bildete sich eine Schlange von beeindruckenden 500 Metern Länge, als Exil-Russen entschlossen waren, an der Präsidentschaftswahl in ihrem Heimatland teilzunehmen. Stundenlang warteten die wahlwilligen Russen geduldig in der Menschenschlange, die sich ebenfalls in vor dem Konsulat bildete, um ihre Stimme abzugeben. Der Ansturm war so groß, dass Tausende Auslandsrussen am Sonntag immense Geduld bewiesen und stundenlang ausharrten, um ihre demokratische Pflicht zu erfüllen.

In Wien war der Andrang ebenfalls spürbar, mit rund 1300 Personen, die sich vor der russischen Niederlassung in einer langen Schlange aufreihten, um ihre Stimme abzugeben. Mit insgesamt 33.000 Russen, die in Österreich , können sie ihr Wahlrecht lediglich in der Botschaft in Wien oder im Konsulat in Salzburg ausüben. Selbst aus Deutschland kamen zahlreiche Russen, um an der Wahl teilzunehmen, da einige Konsulate wie in München geschlossen blieben.

Die Wahl selbst bot keine Überraschungen, da auf dem Stimmzettel nur der amtierende Präsident Wladimir Putin und drei weitere treue Kandidaten standen. Kritiker der Regierung und Gegner des Ukraine-Krieges wurden von der Wahl ausgeschlossen. In Russland kam es währenddessen zu Protesten gegen Putins Herrschaft, wobei lange Warteschlangen vor den Wahllokalen entstanden. Anhänger des verstorbenen Oppositionellen Alexej Nawalny riefen dazu auf, wählen zu gehen und somit ein symbolisches Protestzeichen zu setzen. Es kam zu rund 50 Festnahmen, wie das Bürgerrechtsportal OVD-Info berichtete.